Apple-„Jünger“ haben Vorteile

Ganz gleich, was immer man mit seinem Mobiltelefon im Auto auch macht oder machen will, sobald man es in der Hand hält, ist es eine bußgeldbehaftete Ordnungswidrigkeiten mit einem Eintrag im Fahrerlaubnisregister.

Wohl dem, der nur visuell erfasst, aber nicht angehalten wurde und zudem erkennbar ein Produkt mit dem Apfel benutzt (oder die Nutzung eines solchen dann später vorträgt).

So nämlich das Amtsgericht Waldbröl in seinem Urteil v. 31.10.2014 – 44 OWI-225 Js 1055/14-121/14:

“Der Betroffene hat kein Mobiltelefon im Sinne des § 23 Abs. 1a StVO genutzt. Der Begriff des Mobiltelefons ist nicht gesetzlich definiert (vgl. König in Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 41. Auflage, § 23 StVO, Rn. 31). Unter Mobiltelefon versteht man ein tragbares Telefon, das über Funk mit dem Telefonnetz kommuniziert und daher ortsunabhängig eingesetzt werden kann (so zutreffend Burhoff, Handbuch für das straßenverkehrsrechtliche OWi-Verfahren, 3. Auflage, Rn. 1980; OLG Köln, NJW 2010, 546). Damit fallen Geräte wie das iPod, mit denen man nur über eine Internetverbindung ggf. telefonieren kann, nicht unter den Begriff des Mobiltelefons (vgl. Herrmann, NStZ 2011, 65, 67; Burhoff, Rn. 1981).“

Haben sollte der Betroffene so einen iPod dann natürlich auch, um ihn dem Bußgeldrichter zeigen zu können.

Noch ein Hinweis am Rande:

Wer mit dieser Einlassung erst in der Hauptverhandlung „herausrückt“, riskiert, dass er seine eigenen Kosten (und die seines Verteidigers) selber tragen muss.

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