Gelten Geschwindigkeitsbeschränkungen auch für Motorradfahrer(innen)?

Zugegeben eine sehr provokante Frage. Ohne Zweifel gelten die Vorschriften der Straßenverkehrsordnung über die Geschwindigkeit auf für Zweiräder. Dennoch hat es den Anschein, als ob die Praxis anders wäre.

Wie es dazu kommt? Landläufig scheint die Auffassung zu bestehen, dass man als Zweiradfahrer(in) nicht erwischt werden kann. Das Gesicht wird durch den Helm verdeckt und das Kennzeichen ist hinten.

Vollgas ohne Risiko?

Auf keinen Fall.

Bei mobilen Messgeräten (Laserpistole) erfolgt die Anhaltung sofort.

Das gilt auch, wenn ein ziviler Videomesswagen der Polizei dem Motorrad folgt (und die Beamten am Steuer können wirklich Auto fahren).

Besondere Kennzeichen an Helm und Schutzbekleidung können Rückschluss auf den Fahrer geben (es besteht die Möglichkeit der Hausdurchsuchung).

Helm und Visier verdecken nicht alle besonderen Merkmale. Manchmal reicht das Bild für eine anthropologische Begutachtung aus.

Und zuletzt: Dem Halter droht eine Fahrtenbuchauflage, wenn der Fahrer nicht ermittelt werden kann.

Also immer schön im Limit bleiben.

Kommt es zu einem Unfall, kann der unfallanalytische Sachverständige an Hand der Schäden, Bremsspuren u.a. die tatsächliche Geschwindigkeit rekonstruieren.

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